CANCOM: Du bist seit 25 Jahren bei CANCOM. Wie hat deine Reise hier damals begonnen?
Sven: Ich startete 2001 bei CANCOM und bringe seitdem ein großes Herz für Bildungskunden mit. Schon bevor ich hier anfing, habe ich intensiv im EDU-Bereich gearbeitet – vor allem mit Apple – und mir ein tiefes Know-how rund um Bildungstechnologien aufgebaut. Damals gab es in Deutschland kaum spezialisierte Ansprechpartner für diesen Bereich. Genau diese Nische hat mich gereizt: die Verbindung aus Technologie, Didaktik und der direkten Wirkung in Schulen und Hochschulen. Das hat mir früh ermöglicht, das Education-Thema bei CANCOM aktiv mitzugestalten und vertrieblich weiterzuentwickeln. Für CANCOM war ich bundesweit im Apple-Bereich unterwegs und konnte die ersten Landes-Rahmenverträge mit Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen abschließen. Viele der Hersteller- und Bildungskontakte, die ich damals aufgebaut habe, bestehen bis heute.
CANCOM: Wie sah dein Arbeitsalltag in den Anfangsjahren im Vergleich zu heute aus?
Sven: Arbeiten nach der Jahrtausendwende war mit heute nicht zu vergleichen. Man war deutlich mehr Generalist: Ich war Kundenberater, Verkäufer, Store-Mitarbeiter, Logistiker und Techniker in einer Person. Vormittags habe ich Waren bei der Distribution verhandelt, Bestellungen kommissioniert und Geräte aufgerüstet. Am Nachmittag ging es zu Kundenterminen, inklusive persönlicher Auslieferung im Kleintransporter, Aufbau und Verpackungsrücknahme eingeschlossen. Selbst Marketingthemen haben wir damals noch im Team abgedeckt. Diese Zeit hat mich enorm geprägt: Pragmatismus, Geschwindigkeit und die Freude, Verantwortung zu übernehmen.
Heute gibt es für jedes Thema ausgewiesene Spezialisten. Das macht die Koordination anfangs anspruchsvoller, erhöht aber die fachliche Tiefe und Qualität enorm. Und natürlich ist die Kommunikation digitaler, schneller und datenbasierter geworden.
CANCOM: Was machst du heute bei CANCOM?
Sven: Über die Rolle als Key Account Manager kam ich 2019 bis Ende Februar 2026 zum Business Development Manager Public – Education. Mein Schwerpunkt lag im Bildungs- und Public-Sektor. Zum Aufgabengebiet gehörte die Erarbeitung von Digitalisierungsstrategien für Kommunen, Beratung von Schulträgern und Schulen zu Ausstattung, 1:1-Gerätemodellen, Finanzierung und digitalen Lernumgebungen, inklusive Elternfinanzierungsmodellen. Zudem war ich im Apple Business Management aktiv und habe Kommunen in den Bereichen IT-Sicherheit, Awareness und beim Aufbau kommunaler Infrastruktur unterstützt. Kurz gesagt: Ich arbeitete an der Schnittstelle von Technologie, Bildung, Verwaltung und strategischer Entwicklung. Diese Erfahrung werde ich in meine neue Rolle als Senior Bid Manager und Strategic Deal Architekt, die ich seit März dieses Jahres innehabe, einbringen und damit zum weiteren Erfolg innerhalb des Teams Local Government beitragen.
CANCOM: Was begeistert dich besonders an deinen Aufgaben?
Sven: Education ist für mich ein Wirkungsthema. Man sieht unmittelbar, was gute IT in Schulen und Verwaltungen bewirken kann: bessere Lernumgebungen, sicherere Strukturen und effizientere Prozesse. Spannender und erfüllender geht es für mich nicht. Das gilt sowohl für die inhaltliche Vielfalt meiner Aufgaben als auch für die Zusammenarbeit innerhalb von CANCOM besonders im Team Local Government. Es herrscht eine hohe Kompetenzbreite, viel Praxisnähe und echter Teamgeist.
CANCOM: Wie hast du die Entwicklung von CANCOM und die Digitalisierung miterlebt?
Sven: CANCOM hat sich in 25 Jahren enorm verändert. Aus einem stark produktorientierten Unternehmen ist ein dienstleistungsgeprägtes, ganzheitliches IT-Systemhaus mit einem breiten Lösungsportfolio inklusiver datenbasierter Digital Solutions, Managed Services und Cloud-Diensten
geworden. Das bringt viele neue Technologien, Hersteller und Themenfelder mit sich und sorgt dafür, dass der Job niemals langweilig wird. Man lernt ständig dazu, und genau das schätze ich. Trotz der Größe und Dynamik ist das Miteinander kollegial und nah geblieben. Das ist nicht selbstverständlich.
Die Digitalisierung selbst war eher schleichend. Anfangs war ein eigener mobiler Arbeitsplatz überhaupt nicht üblich. Für mich war es ein Meilenstein, als das selbstverständlich wurde. Wir waren richtig stolz auf die ersten MacBooks, die wir auch mit nach Hause nehmen durften. Nach und nach kamen dann professionelle Systeme wie das erste richtige Warenwirtschaftssystem dazu – und man spürte, wie Prozesse strukturierter und moderner wurden.
CANCOM: Gab es Momente, in denen dir klar wurde: „Hier passiert gerade etwas Großes“?
Sven: Ja, mehrere. Ein sehr prägendes Erlebnis war das große CANCOM Kickoff zum Börsengang in einer gemieteten Stadthalle. Rund 300 Mitarbeitende waren anwesend. Da spürte man sofort: Hier entsteht etwas Großes und wir sind Teil davon.
Ein weiterer Meilenstein war der Bau und der Umzug 2001 in die damalige Firmenzentrale in Jettingen-Scheppach. Die Größe, die Möglichkeiten und die Professionalität dieser Zentrale haben gezeigt: CANCOM wird wachsen und wir stehen erst am Anfang.
CANCOM: Was bedeutet dir CANCOM nach all den Jahren und was wünschst du dir für die Zukunft?
Sven: CANCOM hat meinen gesamten beruflichen Werdegang geprägt. Ich habe hier nicht nur fachlich, sondern auch persönlich unglaublich viel gelernt und erlebt. Diese Mischung aus Verantwortung, Freiraum, Vielfalt und tollen Kolleginnen und Kollegen macht den Job für mich nach wie vor besonders.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir mutig bleiben, neue Wege gehen und unsere Stärken im Public- und Bildungsbereich weiter ausbauen und dabei nie vergessen, wo wir herkommen.
CANCOM hat mich 25 Jahre begleitet. Ich wünsche unserem Unternehmen viele, viele weitere erfolgreiche Jahre!
CANCOM: Vielen Dank für die spannenden Einblicke in deine 25 Jahre bei CANCOM und dafür, dass du uns auf diese beeindruckende Reise mitgenommen hast.